Das Neue Cloud – Wirtschaftswunder

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On Januar 22, 2015, Posted by , In Cloud, By ,, , With No Comments

Inspiriert wurde ich von den Vorträgen und Speakern des 3. Cloud-Unternehmertag, Scopevisio in Bonn

Cloud, seit Jahren in aller Munde, polarisiert fast immer. Während der eine längst die Vorteile erkannt hat, hadert der andere noch mit Vorbehalten und betrachtet die Cloud als dunkle Gewitterwolke. Ein Wolke die fern am Himmel steht, nicht materiell und damit nicht greif- und fühlbar ist.

Aber zunächst erstmal die die Erklärung von Wikipedia: Unter Cloud Computing versteht man das Speichern von Daten in einem entfernten Rechenzentrum, aber auch die Ausführung von Programmen, die nicht auf dem lokalen Rechner installiert sind, sondern eben in der Wolke.

Eine Cloud für Jedermann

Ein diskutives Thema. Doch wer tummelt sich denn in der Cloud? Wäre es vermessen zu sagen, dass sich jeder der ein Email Konto bei Web.de oder GMX hat, sich in der Cloud befindet? Ist jemand in der Cloud, wenn er ein Konto bei Ebay oder bei Amazon besitzt? Wie ist es mit den Sozialen Netwerken? Facebook, Xing und Co. Ist das die Cloud? Werden Bankgeschäfte heute in der Cloud abgewickelt? Wie sieht es mit Business Lösungen aus? Ist mein Hoster in der Cloud? Beziehe ich meine Software aus der Cloud?

Die Fragen sind relativ einfach zu beantworten. Jeder, der einen Internet-Anschluss besitzt, ist heute in der Cloud. Vor 25 Jahren begann die kommerzielle Phase des Internets. Während 1993 lediglich 3 % der weltweiten Informationsspeicherkapazität digital waren, waren es 2007 bereits 94 %. Heute kann man schätzungsweise von 99,9 % Informationsbeschaffung ausgehen, da man z.B. Höhlenmalereien, Hieroglyphen und Sternenkonstellationen noch nicht digitalisieren konnte. Das liegt einfach daran, dass man sie noch nicht entdeckt hat.

Informationstechnologien sind verankert in unseren privaten Gewohnheiten

Schauen wir uns mal Apple an, die mit iTunes die Musikwelt revolutioniert haben. Der Tenor war, warum soll sich jemand eine ganze Platte kaufen, wenn er nur ein Lied von Interpreten möchte. Wenn wir nun den Streamingdienst Spotify betrachten, die 2011 15 Mio User hatten und 3 Jahre später bereits bei 75 Mio User sind, kann man durchaus von einem attraktiven Käufermarkt sprechen.

Die TaxiApp beispielsweise hat ebenso eine ganze Branche revolutioniert. Funkzentralen erhalten von den Taxi-Unternehmern üblicherweise einen monatlichen Beitrag. Dies geschieht entweder in Form eines festen Beitrags pro Fahrzeug oder abhängig von der Zahl der vermittelten Aufträge. Bei ausschließlichen App-Anbietern bezahlen die Unternehmer eine Gebühr pro vermittelter Fahrt. Einige Taxizentralen haben ihren Mitgliedern den Einsatz von App-Anbietern wie myTaxi verboten.[6]
Da die Kosten der Vermittlung vom Taxi-Unternehmer berechnet werden, sind Taxi-Apps und die Taxi-Bestellung meist kostenlos. Mittlerweile gibt es ausschließliche App-Anbieter, die keine andere Bestellmöglichkeit – beispielsweise per Callcenter – mehr anbieten und in Konkurrenz zu den herkömmlichen Funkzentralen stehen.

Wie sieht es aus mit den Carsharing Anbietern. Eine BMW, Daimler und Deutsche Bahn haben die Zukunft des Carsharings erkannt und Firmen wir Car2Go oder oder DriveNow erfreuen sich wachsender Beliebtheit. Im Jahre 2010 waren es erst 100.000 Nutzer während wir 2014 bereits von 1 Mio Nutzern sprechen. Alle Carsharing Anbieter weiten Ihr Netz aus, so dass auch in dem kleinsten Dorf bald Carsharing zu finden ist.
Der Vorteil für den Nutzer liegt auf der Hand. Warum sollen sich die Autofahrer ein Auto leisten, wenn Sie nur von A nach B möchten. Warum sollen Sie Steuern und Versicherungen bezahlen, wenn das Auto sowieso mehr Stillzeiten hat, als es gefahren wird. Zur Zeit sind in Deutschland 61 Mio Fahrzeuge zugelassen, schauen wir mal, wie es sich in 5 Jahren entwickelt hat.

Die Cloud im Geschäftsbereich

Früher (oder immer noch aktueller Stand)?

Wie haben wir damals gearbeitet? Wie hatten verschiedene Programme auf unserem Computer. Ein Programm für den Vertrieb, ein Programm für die Buchhaltung, ein Programm für die Projekte, ein Programm für Prozesse etc. Jedes „Ding“ war für die Anwendung spezifisch ausgerichtet. Wollte man damals die Programme miteinander vernetzen, hat man festgestellt, dass die Software untereinander oft nicht kompatibel ist und musste aufwendig Schnittstellen programmieren (lassen) um, wenn möglich, bestimmte Daten aus einem Programm herauszulesen. Die Informationsbeschaffung im Unternehmen war somit sehr aufwendig. Die Kosten für Server-Unterhaltung, Administrationsaufwand, Speicherplatz etc.  beleuchten wir an der Stelle nicht, sind aber durchaus vorhanden.

Heute…

…sind wir in der Lage, unsere Prozesse auszulagern und in der Cloud abzubilden. Angefangen von A wie Abrechnung bis Z wie Zielvereinbarungen können wir heute mit einem Knopfdruck Daten auslesen, um unser Kunden schneller bedienen zu können, Geschäftsziele zu überwachen und auch analysieren zu können. Durch den Einfluss von Social Media kommunizieren die Kunden heute schneller, so dass eine schnelle Informationsbeschaffung gegeben sein muss. Sascha Lobo hat zu dem Thema Digitale Ungeduld eine Kolumne geschrieben: S.P.O.N. – Die Mensch-Maschine: Digitale Ungeduld
Durch den Einsatz von Cloud Lösungen fallen komplexe Informationsbeschaffungen wie beispielsweise in den herkömmlichen Hierachien weg. Und das ist ein wichtiger Faktor. Cloud gilt als Fundament für die Zukunft und als Grundlage für die Verarbeitung von Prozessen in Echtzeit. Die Projekte werden in der Zukunft vielfältiger, Mitarbeiter werden für verschiedene Projekte eingesetzt und arbeiten immer wieder in Teams mit anderen Kollegen, so CIO Trend für die Arbeit der Zukunft. Das erfordert eine starke, flexible und vielfältige Unternehmssoftware, die diese Projektarbeiten im Team flexibel abbilden kann.
Die Zukunft der Arbeitswelt ist die, dass man egal wo, wann und wie arbeiten kann.
Das gilt für den räumlichen Aufenthalt und ist unabhängig vom genutzten Appliance (Tablet, PC, Smartphone).

Die Weisheit der Vielen -Übertragen in die Cloud:
Die Kraft der Vernetzung

Machen Sie den Selbsttest. Nehmen Sie sich ein weißes Blatt Papier und schreiben Sie alle James-Bond-Filme auf, die sie kennen. Nun bitten Sie einen Kollegen, oder einen Freund ebenso, James-Bond-Filme aufzuschreiben, die er kennt. Das Ergebnis: Gemeinsam kennen Sie mehr Filme.

Nehmen wir das Beispiel von dem Campus in Oregon. In den siebziger Jahren optimierte der Wiener Architekt Christopher Alexander die dortige Wegeführung, indem er die Flächen zwischen den Universitätsgebäuden planieren und mit Rasen besäen ließ. Die nach Monaten entstandenen Trampelpfade wurde dann zu befestigten Wegen umgestaltet (sogenannte “Desire Lines”) und somit ein nahezu optimales Wegenetz, bestehend aus kürzesten Routen zwischen den jeweiligen Quellen und Senken, angelegt.

Fazit

Die „on“- und „offline“ Welten verschmelzen mit rasanter Geschwindigkeit und die Cloud wird die Gesellschaft verschieben. Unsere Art, verschieden Dienste in Anspruch zu nehmen, wird sich auf reine netzbasierte Anwendungen verschieben. Unsere Kaufentscheidungen werden abhängig sein, von der Vernetzungsfähigkeit und Flexibilität der Software. Wir werden keine Hardware basierte Hochtechnologie in unseren Serverräumen mehr haben, sondern nutzen die Software die uns die Cloud zur Verfügung stellt.

 

Inspirationen vom 3. Cloud-Unternehmertag in Bonn

Autor:
Tanja-Denise Schantz
Social Media- und Online Marketing Manager
Trainerin
Cloud KMU Unternehmertag
Co-Autor:
Ronald Balbach
Social Media Manager
Dozent und Kommunikationsdesigner
Cloud Unternehmertag

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